Mobilfunkverträge für gewerbliche Kunden oft zu teuer: Hier sind die Alternativen

Ein Businessvertrag für Mobiltelefonie muss nicht zwangsläufig günstiger sein, als ein Mobilfunkvertrag für Endverbraucher. Gerade im Bereich der Flatrate-Verträge für Endverbraucher hat sich in der letzten Zeit eine Entwicklung ergeben, die zu deutlich günstigeren Konditionen geführt hat.

Auch die Supermärkte bieten inzwischen unter der eigenen Marke Mobilfunk an. Der Vorteil dabei: Keine Vertragsbindung und vergleichsweise niedrige Kosten. (Foto: Markus Burgdorf)
Auch die Supermärkte bieten inzwischen unter der eigenen Marke Mobilfunk an. Der Vorteil dabei: Keine Vertragsbindung und vergleichsweise niedrige Kosten. (Foto: Markus Burgdorf)

Diese so genannten Allnet-Flats bieten heute bereits ab 7,99 Euro pro Monat unbegrenzte Telefonie in das Festnetz und alle mobilen Netze. Die Unterscheidung der Tarife läuft zunehmend über das enthaltene Datenvolumen, hier gibt es Angebote von 500 MB bis 15 GB.

Treue zahlt sich nicht aus

Gerade wer seit Jahren seinem Mobilfunkbetreiber treu ist und einen Business-Tarif hat, sollte mal überprüfen, ob er durch einen Umstieg auf einen aktuellen Tarif nicht viel günstiger fährt. Die Kunden, die treu sind, werden in der Mobilfunkbranche nälich nicht belohnt, sondern zahlen für weniger Leistung meist deutlich mehr als Neukunden.

Eine Rolle spielt natürlich auch, ob über den Vertrag ein aktuelles Smartphone finanziert werden soll. Bei den Business-Tarifen ist das üblicherweise dabei – bei Endverbraucher-Tarifen gibt es auch Verträge ohne Smartphone.

Nur wer kündigt, bekommt das beste Angebot

Scheuen Sie nicht davor zurück, Ihre Mobilfunkverträge regelmäßig zu kündigen. Schreiben Sie sich dazu die Vertragslaufzeiten und Kündigungstermine in Ihren Kalender. Denn nur wenn Sie kündigen, legt sich Ihr Provider ins Zeug. Sie bekommen ein höherwertiges Smartphone, mehr Leistung oder/und einen günstigeren Preis. Wir haben das Verhalten der Provider mehrfach getestet und haben dabei immer wieder festgestellt, dass nur durch die Kündigung des Vertrages eine bessere Leistung des Providers erreicht werden konnte.

Und lassen Sie sich nicht erzählen, dass Sie bei Kündigung ihre Mobilfunknummer verlieren, das ist nicht wahr. Es wird aber gerne behauptet, um Kündigungen abzuwehren.

Welche Mobilfunkleistungen brauche ich eigentlich?

Wichtig ist es, den persönlichen Bedarf zu ermitteln und sich nicht von Inklusiv-Leistungen, die man nicht braucht, blenden zu lassen. Wieviel telefoniere ich wirklich und wieviel Datenvolumen brauche ich? Bin ich öfter im Ausland tätig und muss dort erreichbar sein und von dort aus telefonieren?

Budgetmarken mit attraktiven Angeboten

Es macht auch Sinn, die Vertriebs- und Budgetmarken der großen Mobilfunkprovider in die Überlegungen einzubeziehen. Also zum Beispiel Congstar statt Telekom oder Yourfone statt O2. Die Recherche wird dadurch etwas aufwändiger, da die Budget-Marken der großen Provider meist keine Shops in den Innenstädten haben – dafür aber sehr gute Internetseiten.

Mobiltelefonie vom Discounter

Eine weitere Alternative bieten die Supermarktketten und Discounter: Ob Lidl Connect, Aldi Talk, Kaufland K-Classic. Diese Tarife laufen meist nur einen Monat und verlängern sich – sofern sie nicht gekündigt werden – automatisch um einen weiteren Monat. Diese früher Prepaid genannten Tarife sind inzwischen eigentlich zu Verträgen ohne 24monatige Bindung geworden.

Geschäftskundenberatung? Meist nur heiße Luft

Man sollte sich nicht davon blenden lassen, dass die Premium-Marken eine Beratung für Geschäftskunden anbieten und auf Anfrage gerne Pakete errechnen und öfter mal anrufen (um etwas zu verkaufen)  – auch sind die oft angebotenen Vergünstigungen beim Abschluss mehrerer Verträge meist so gering, dass man mit den Allnet-Flat Angeboten günstiger telefoniert.

Wichtige Informationen werden versteckt

Wichtig ist bei allen Anbietern, dass man das Kleingedruckte liest. Der oben angeführte Preis von monatlich 7,99 Euro für eine Allnet-Flat gilt nämlich bei Yourfone auch nur für die ersten 12 Monate, danach werden 14,99 Euro pro Monat fällig.

(Markus Burgdorf)

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